Kettensägen im Test

Einsatzgebiete von Kettensägen

Als mobiles Werkzeug ist die Kettensäge unter dem allgemeinen Begriff Motorsäge bekannt. Bei Waldarbeiten für das Fällen und Zerkleinern von Bäumen bis hin zum Brennholz machen, für die Grundstückspflege, für kunsthandwerkliche Holzarbeiten und auf dem Bau sind handgeführte Kettensägen im Einsatz.

Aufbau einer Kettensäge

Der Antriebsmotor befindet sich in einem Motorsägengehäuse, das mit den beiden Griffen eine kompakte Einheit bildet. Nach vorn heraus tritt eine Schiene, auch Blatt oder Schwert genannt, mit einer umlaufenden Nut, in der eine Metallkette geführt wird. Der Motor treibt über ein Ritzel (Antriebsstern) die Sägekette an, die um die Führungsschiene als Endloskette herum läuft. Die Sägekette leistet Schwerstarbeit und wird ständig mit einem Spezialöl geschmiert, was den Verschleiß verringert.

Für die Kennzeichnung von Kettensägen wird die Schwertlänge herangezogen. Die kleinsten Schwerter sind ab 25 cm und die größten bis 75 cm (max. 90 cm) lang. Zur Personensicherheit müssen beide Hände die Griffe anfassen. Eine Schnellstoppkupplung stoppt die Sägekette, wenn ein Griff losgelassen wird.

Antriebsarten von Kettensägen

Weit verbreitet sind Kettensägen mit einem Zweitakt-Benzinmotor. Der Verbrennungsmotor hat den großen Vorteil, dass er überall und ohne Stromversorgung seine Leistung bringt. Er hat auch eine größere Leistungsstärke und wird von den Profis genutzt.
Kleinere Modelle für den Privatgebrauch gibt es mit Elektromotor oder mit Akkubetrieb. Bei der Elektrokettensäge ist der Einsatzbereich beschränkt, auch wenn ein Verlängerungskabel verwendet wird. Bei Schneiden von Ästen und Büschen ist das Kabel hinderlich. Hierfür eignet sich eine kleine, leise Akku-Kettensäge für Wohngebiete. Sie ist für dickere Stämme aber nicht kraftvoll genug.

Die Auswahl der richtigen Kettensäge

Antriebsart, Typ und Größe hängen vom zukünftigen Einsatzbereich ab. Im privaten Bereich für Gartenhölzer und Brennholz, oder berufsmäßig mit starker Beanspruchung, wie in der Forstwirtschaft oder für die Baumpflege. Die Holzart und Dicke sind sehr wichtige Kriterien. Dazu kommen technische Merkmale zur Sicherheit, Wartung und Pflege sowie der Service vor Ort.

Spezialmotorsägen gibt es für die Feuerwehr und das THW als Rettungssägen. Die Sägekette hat eine spezial Hartmetallauflage für das Durchtrennen von Steinen und Weichblech. Für Betontrümmer z.B. in Erdbebengebieten sind diamantbesetzte Sägeketten vorgesehen. Der Antrieb erfolgt häufig hydraulisch und mit Wasserkühlung.

Die Sägeketten sind das größte Problem bei einer Kettensäge. Sie werden allmählich beim Betrieb stumpf, aber wenn sie auf Metall oder in den Erdboden sägen, geht es sehr schnell. Dann wird statt groben Holzspänen nur noch Holzmehl abgeschliffen und es ist kein Sägefortschritt mehr möglich. Dafür gibt es als Zubehör Spezialwerkzeuge zum Schärfen der Sägekette.

Hersteller und bekannte Marken

Die weltbekannte Marke STIHL ist bei den Testergebnissen immer unter den TOP 3 zu finden, ob bei Benzin-, Elektro- oder Akkumodellen. Die Sicherheit steht hier an vorderster Stelle. Neu ist ein Antrieb als 4-Taktmotor mit einem Benzin-Öl-Gemisch. Die erste Elektro-Kettensäge wurde von Stihl 1926 hergestellt.

Eine weitere TOP-Marke ist DOLMAR. 1927 wurde auf dem Berg Dolmar in Thüringen die erste 2-Mann-Kettensäge vorgeführt. Sie wog damals 58 Kilogramm. Der schwedische Hersteller Husqvarna begann 1959 mit der Produktion von benzingetriebenen Kettensägen. Auch die Kettensägen von Husqvarna sind heute unter den besten zu finden. Mehr über Dolmar Kettensägen findet man hier: http://www.kettensäge.net/dolmar-kettensagen/

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